Der Puls rast, ich höre mein Herz bis zum Hals schlagen, das Atmen fällt auf einmal schwerer als sonst. Dort sitzt sie, mit ihren blond Haaren und starrt abwesend aus dem Fenster. Der Sitz neben ihr ist frei, obwohl dort noch Sachen auf dem Tisch liegen. Das ist die Chance, ein kurzes Hallo, ein kleines Lächeln, auf dich aufmerksam zu machen. Wenn da nicht das rasende Herz wäre, das Adrenalin und was weis ich nicht noch für Stoffe die scheinbar unkontrolliert in meinen Blutkreislauf ausgeschüttet wurden. Aber am Ende ist es schlimmer, sich nicht selbst zu folgen, als ein Nein zu hören. Selbst ein Nein ist ein Sieg, ein Sieg über die Angst, die einen einklammert und beengt. Und behindert, im ganzen Leben. Hier zumindest. In anderen Situationen kann die Angst auch schützen. Doch eine Angst sollte nur eine Gefahr abwenden, den Tod.
Also, auf und los! Setz einen Schritt vor den anderen! Sei du selbst! Denn nur du willst du selbst sein, wenn du einmal mit ihr durch ein Rosenfeld wandern willst. Denn nur du willst du selbst sein, wenn du Arm in Arm mit ihr einen Sonnenuntergang genießen willst. Denn nur du willst du selbst sein, wenn sie in deine Augen blickt, um Dich zu sehen. Und selbst zum Schluss willst du nur du selbst sein, wenn die Geliebte von dir geht. Denn nur dann bist du du selbst und hast dich nicht am Ende selbst betrogen.
Wie die beiden Male zuvor, zuckt sie bei meinem "Hi" zusammen. Wie die beiden Male zuvor schaut sie mich kurz mit großen Augen an, um dann in ein bezauberndes Lächeln überzugehen, welches die Sonne neben ihr erblassen lässt. Wie die beiden Male zuvor verliere ich mich in ihren Augen. Wie die beiden Male zuvor will ich nicht von ihr gehen. Doch wie die beiden Male zuvor, schwindet auch dieser Augenblick. Aber wie die beiden Male zuvor, war dieser Augenblick auch nicht der Letzte.
Und sollte es doch der letzte gewesen sein; Ich habe gekämpft für etwas, was mir wichtig ist.