Hochzeit.
Schon das Wort lässt die Haare zu Berge stehen.
Hochzeit.
Der glücklichste Tag (m)eines Lebens.
Hochzeit.
Wenn auf einmal viele Asiaten aus den Bus springen, klicki klick machen und dann wieder im selbigen verschwinden, warf ich früher immer ein, "da muss irgendwo ein Nest sein."
Hochzeit.
Ich kann dieses Wort nicht oft genug wiederholen, es wird nicht besser.
Hochzeit.
Nun, um mich herum ist die Seuche ausgebrochen. Menschen heiraten. Das tun sie schon seit Jahrhunderten, und werden es auch noch in tausend Jahren tun, heiraten. Doch warum ausgerechnet meine Freunde? Um nicht zu sagen, meine besten Freunde?
Irgendwie, lässt das einen als Versager dastehen. Auch wenn man keiner ist. Die Beziehungen glichen sich halt immer in einem Punkt. Mal wollte der eine, mal der andere nicht. So ist halt das Leben. Spannend vom Anfang bis zum Ende. Aber mit der Zeit stellt man fest, dass um einen herum sich Menschen treffen, wo auf einmal beide wollen. Nur bei einem nicht.
Hier soll nicht um Mitleid gebettelt, nur eine Frage aufgeworfen werden. Warum nicht ich? Ist man wirklich zu oberflächlich, und kann nicht über den Tellerrand schauen? Will man das Ich einfach nicht aufgeben und es in ein Wir übergleiten lassen? Whats wrong with me?
Doch diese Fragen lenken vom wahren Thema ab. Dem glücklichen Paar.
Eine Hochzeit sollte nicht denen, die weniger glücklich sind, schlaflose Nächte bereiten. Eine Hochzeit vereint zwei Menschen, die sich gegenseitig versprechen, bis zum Tod alles das zu teilen, was das Leben ihnen bietet. Eine Hochzeit ist der Abschluss zweier Wege, die sich am Gipfel treffen. Eine Hochzeit ist der Beweis, das ultimative Glück gefunden zu haben.
Und trotzdem lässt sich das flaue Gefühl im Magen nicht wegargumentieren.
... security switches someone can have ...
.. TO MANY
Viele Jahre ist es schon her, dass ich das erste mal auf dem Folk-Festival von Rudolstadt war. Das muss 1996 gewesen sein, oder so (ja, ich gehöre schon zur klapprigen Generation). Doch diese lange Zeit kann nicht verhindern, dass die Erinnerungen daran in den Abgrund der Vergessenheit sinken. Mein erster Besuch war auch gleichzeitig der Schönste.
Noch in meinem alten Skoda 105 S ging es damals nach Rudolstadt. Ein alter Ghetto-Blaster diente als Radioersatz (nein, damals gabs das noch nicht Standartmäßig) und mit dem Führerschein genoß man neue Freiheiten.
Die erste Band auf der Bühne beim Schloss kam aus Afrika. Sie mixten Stammesrythmen mit "neumodischen" Instrumenten, und schon bald war das Publikum im Bann der Musik. Überall wippten, tanzten oder stampften die Menschen zu den Klängen der Band. Es war fantastisch. Am Ende der Show war es schon spät in der Nacht. Doch es machte ein Gerücht die Runde, dass im Park noch eine Band spielen sollte. Also nichts wie hin.
Ich kann mich nicht mehr an den Namen der Band erinnern, aber ich glaube, dass es zwei waren, die zusammen so richtig abgingen. Vor Stunden hätte ich es nicht für möglich gehalten, aber es war noch besser als das Konzert auf dem Schloss. Die Menschenmenge wuchs zu einer Gemeinschaft zusammen, die selbst nach der dritten Zugabe nicht auseinander bröckeln wollte. Niemand ging, auch wenn die Musiker schworen, es gebe keine Zugabe mehr. Nein, die Masse begann sogar, ein Lied, welches sich besonders eingeprägt hatte, zu summen. Fünf bis zehn Minuten hielt sie durch, bis erneut der Leadsänger auf die Bühne kam.
"Leute, keine Zugabe mehr!"
Seine Ansage ging im lauten Summen fast unter. Er lachte, und jeder ahnte es schon ... sprang mit einem Mal die restlichen Bandmitglieder auf die Bühne, und der Sänger schrie dem Publikum entgegen: "Ihr singt das Lied falsch! Es geht nämlich SO!!!!!"
Und zum vierten mal rockte die Masse mit der Band eine halben Stunde, wo man sich fühlte, als säße man mit tausend Freunden am Lagerfeuer und sang zusammen die Müdigkeit weg. Ich tanzte zum ersten mal wirklich leidenschaftlich mit.
Das werde ich nie vergessen.
Es regnet. Die Drehtür zur Bibliothek bewegt sich trotzdem nicht schneller. Aber die paar Tropfen machen auch nicht nass. Ich komm in die Vorhalle. Weder gut, noch schlecht gelaunt, es ist halt Wetter draußen. Regen, oder Sonnenschein. Egal.
Dort treffe ich eine Freundin.
Das Gespräch wie es sich nun ereignet, kennt jeder. "Wie geht es Dir", "Mir geht es gut". "Was machst Du?" "Naja, ist ja schlechtes Wetter draußen." Denn es regnet.
"Aber, das ist doch toll!"
Überraschend schau ich ihr in die Augen. Solche Töne hört man(n) selten von einer Frau. Eigentlich hassen Sie schlechtes Wetter. Aber, "Wasser ist Leben!". Auch wenn das Wetter mir egal ist, mag die Sonne scheinen, oder Regenwolken tief über Jena hängen, es beeinflusst mich nicht wirklich. Aber, "das ist doch toll?"
Ja, Regen ist toll. Die Schönheit der Welt versteckt sich manchmal. Auch im Regen.
"Ich will dein Mitleid nicht."
Mit großen Augen blickt Stefan seine Ex-Freundin an.
"Ich will dein Mitleid nicht", wiederholt Sabine und fährt fort. "Du weißt dass ich dich noch liebe, deswegen bemitleidest du mich."
"Das ist doch nicht wahr", stottert er. "Ich bemitleide dich doch nicht."
Sie raunzt ihn an, "Ach hör auf!" Sabine senkt ihren Blick und sagt leise, "Das ertrage ich nicht."
Nach einer kurzen Pause wendet sie sich von ihm ab, hielt inne und sagt mit fester Stimme, nachdem er immer noch Sabine wortlos anschaut. "Wenn ich dir wirklich noch etwas bedeute, so wie du sagst, hör auf mich zu bemitleiden."
"Ist es denn schlimm, dass du mir nicht egal bist?" fragt Stefan, immer noch nach Worten ringend.
"Das ist dein Problem", antwortet sie. "Wollen wir tauschen?"
Er blickt beschämt zu Boden.
"Hör zu, was passiert ist, ist passiert. Du hast dich entschieden." Ihre Stimme vibriert. "Aber tu mir das nicht an." Ohne eine Antwort abzuwarten wendet sie sich von ihm ab und ging mit Tränen in den Augen davon, ohne sich noch einmal umzusehen ... .
Es musste so kommen. Um Drei liege ich im Bett und kann nicht schlafen. Die Frage lautet, warum. Um aber die Antwort schon vorne weg zu nehmen, ich weiß es nicht.
Viele Sachen gehen einem durch den Kopf. Einige wichtige, dann aber wieder welche, die nicht so unbedingt erwähnenswert sind. Wie zum Beispiel Gewinnspiele oder andere Spiele, die einfach nur Zeit fressen. So wie Diablo oder World of Warcraft. Wie bereits gesagt, ich spiele dieses Produkt der Hölle nicht mehr. Aber manchmal sieht man auf diversen Messenger alte Freunde wieder, mit denen man Drachen getötet, und hübsche Nachtelfinnen befreit hat. Da wird einem schon richtig anders zu mute. Denn man weiß, dass diese Jenen noch immer dort die spannendsten und langweiligsten Abenteuer erleben. Ich sag nur ein paar Bier und dann auf nach Karazhan. Darauf stoße ich an.
Aber dann verläßt man wieder die abenteuerliche Welt von Azeroth und kommt wieder zu anderen, handfesteren Dingen. Wie zum Beispiel dem kleinen Prinz. Oder die Zukunft. Oder Frauen. Oder die Frau. Mit ziemlicher Sicherheit wird sie jetzt schlafen. Aber Sie ist nicht hier. Vielleicht, und so wage ich zu sagen, ist das der Grund, warum ich nicht schlafen kann...
Eigentlich sollte man sich nicht so viele Gedanken machen, wenn man schlafen will. Nur leider ist das bei mir nur begrenzt der Fall. Manchmal hilft es, über Gott und die Welt nachzudenken und ich bemerke dabei nicht, wie der Sandmann mir den Sand ("Da scheißen die Katzen rein, du Dreckszwerg!" (c)) in die Augen streut und ich sanft entschlummere. Aber manchmal, so wie heute Nacht kommen die Gedanken nicht zur Ruhe. Sie halten mich in der realen Welt gefangen, so dass ich keine Möglichkeit habe, ihr zu entkommen.
Und schon ist es halb vier und in sechs Stunden muss ich beim Zahnarzt sein - Aber egal ob es daran liegt oder nicht. Komm bald zurück, ich vermisse Dich.
Es gibt nur wenige Menschen, bei deren Anblick sich meine Laune schlagartig verbesser kann. Einer davon ist der Latinisator (und auch nur wer an der Uni Jena Latein machen musste, oder auch wollte, wird ihn kennen). Mitten im Regen, schon etwas durchnässt, kam mir eben besagter entgegen. Schon von weitem erkannte ich seinen wippenden und forschen Gang, der die deutliche Sprache vom vielen Kaffee am Tage spricht. Und schon hellte sich meine Laune zunehmends auf. Auch er sah mich schon vom weitem.
Grinsend kamen wir uns näher und auch er trug keine Mütze bei diesem Schmuddelwetter. "Warum grinsen Sie so", sprach er mich selbst die Mundwinkel bis beide Ohren ziehend an. "Sie werden genauso nass wie ich", antwortete ich.
Es ist immer wieder angenehm, mit ihm ein paar Worte zu wechseln. Seine muntere und heitere Art und Weise reißt einen immer wieder mit. Auch schon als ich noch bei ihm die Schulbank drückte und mir jede Stunde sein "sum-es-est" anhören musste. Aber ich war gerne bei ihm. Auch wenn ich nicht immer die Hausaufgaben hatte, und auch nicht immer seinen Rat befolgt habe, hat er mich doch eins gelehrt. Selbst bei den ernsten Themen des Lebens, gibt es immer wieder Spaß und Heiterkeit. Das sollte man nie vergessen.
Trink deinen Drink, aber trink ihn schnell. Aber lächel dabei dem Tod ins Gesicht.
Gut, die Überschrift ist nicht gerade originell, aber doch zutreffend. Wie oft hört man das seufzende "Frauen" aus dem Munde eines Mannes. Mal gerechtfertigt, mal nicht. Aber dieses Beispiel wird jeden rechtschaffenden, ehrlichen und lieben Mann der Beweis sein, dass er auf den Holzweg ist.
Nachdem Chris Brown Rhianna verprügelt hatte (einigen Gazetten nach so heftig, dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste), scheint sie nun zu ihm zurückzukehren. Zumindest könnte man das glauben, wenn man diverse Zeitungsartikel liest. Die Süddeutsche berichtet in ihrer Online-Ausgabe, dass die bildhübsche Sängerin ein Duett mit eben jenen Schläger aufgenommen hat. Diese Nachricht hat sie aber nicht selbst recherchiert, sondern zitiert ein US-Magazin. Es soll ein Liebeslied sein (oh Wunder), "und handele von den Herausforderungen einer Liebesbeziehung."
Was will uns Männern das sagen. Schlag deine Frau, lüg und betrüg sie. Das scheint erotisch zu sein. Nein, das ist Liebe. Oder beides. Ganz nach dem Motto der Prinzen, ein Schwein sein musst du in der Welt. Und das größte Schwein wird Bundeskanzler!
Oh verdammt. Wir haben im Moment eine Frau als Bundeskanzlerin. Naja, macht nichts. Wir denken uns kurz einfach den Schröder wieder her (wobei Angela Merkel ihren Job ganz gut macht, aber immer noch eine Frau ist, oder?).
Aber vielleicht stimmt das alles ja gar nicht, und die süße unschuldige Rhianna hört auf den Rat von Whitney Housten und kehrt nicht zu Chris Brown zurück ...
... Aber nun mal ganz ehrlich, wer glaubt das noch? Und was nützt uns das? ![]()
Der Puls rast, ich höre mein Herz bis zum Hals schlagen, das Atmen fällt auf einmal schwerer als sonst. Dort sitzt sie, mit ihren blond Haaren und starrt abwesend aus dem Fenster. Der Sitz neben ihr ist frei, obwohl dort noch Sachen auf dem Tisch liegen. Das ist die Chance, ein kurzes Hallo, ein kleines Lächeln, auf dich aufmerksam zu machen. Wenn da nicht das rasende Herz wäre, das Adrenalin und was weis ich nicht noch für Stoffe die scheinbar unkontrolliert in meinen Blutkreislauf ausgeschüttet wurden. Aber am Ende ist es schlimmer, sich nicht selbst zu folgen, als ein Nein zu hören. Selbst ein Nein ist ein Sieg, ein Sieg über die Angst, die einen einklammert und beengt. Und behindert, im ganzen Leben. Hier zumindest. In anderen Situationen kann die Angst auch schützen. Doch eine Angst sollte nur eine Gefahr abwenden, den Tod.
Also, auf und los! Setz einen Schritt vor den anderen! Sei du selbst! Denn nur du willst du selbst sein, wenn du einmal mit ihr durch ein Rosenfeld wandern willst. Denn nur du willst du selbst sein, wenn du Arm in Arm mit ihr einen Sonnenuntergang genießen willst. Denn nur du willst du selbst sein, wenn sie in deine Augen blickt, um Dich zu sehen. Und selbst zum Schluss willst du nur du selbst sein, wenn die Geliebte von dir geht. Denn nur dann bist du du selbst und hast dich nicht am Ende selbst betrogen.
Wie die beiden Male zuvor, zuckt sie bei meinem "Hi" zusammen. Wie die beiden Male zuvor schaut sie mich kurz mit großen Augen an, um dann in ein bezauberndes Lächeln überzugehen, welches die Sonne neben ihr erblassen lässt. Wie die beiden Male zuvor verliere ich mich in ihren Augen. Wie die beiden Male zuvor will ich nicht von ihr gehen. Doch wie die beiden Male zuvor, schwindet auch dieser Augenblick. Aber wie die beiden Male zuvor, war dieser Augenblick auch nicht der Letzte.
Und sollte es doch der letzte gewesen sein; Ich habe gekämpft für etwas, was mir wichtig ist.
Da helfen die ganzen alten Bekannten nichts. The Brothers, Reinhold oder Monchichi. Keiner von ihnen bringt den Spaß zurück, den wir beide hatten. Fast täglich. Da nützt es auch nichts, dass neue Bekannte hinzu kamen, wie Locke, Püppchen oder ... . Es macht halt einfach keinen Spaß mehr, ohne Dich.
Du hast eine Leere hinterlassen, die niemand füllen konnte. Den Witz und Humor den wir beide gehabt haben, war halt nicht irgendeiner, sondern hat sich über die Jahre zusammen entwickelt. Und nun bist du nicht mehr da. Ich will ja wirklich nicht sentimental klingen, aber du fehlst mir echt.
Aber nicht nur der Spaß, den wir mit unsere alten und neuen Bekannten hatten, vermisse ich, sondern auch die Erinnerungen an gemeinsame Tage in dieser und anderer Welten, die, je öfter wir uns daran erinnerten, umso lustiger wurden. Ich sag nur Boile in Ulm, B1 in Jena, der Flughafen in Berlin und natürlich auch Nexana im Alteractal.
Jetzt kommt es drauf an, den Kontakt nicht zu verlieren. Du bist zwar weg, aber nicht aus dem Sinn. Und ich glaube, dir geht es genauso.
Die Leere, die du hinterlassen hast, wird nie jemand füllen können. Aber ganz leer muss sie nie werden.
Bis bald
Meine Mitbewohnerin kam nachts von der Straße hoch, klopfte an meine Tür und meinte, 'Wenn ich etwas schönes sehen will, dann stell dich für drei Minuten runter'. Dem ging eine lange Unterhaltung voraus, nach dem Sinn des Lebens und so, wie man halt solche Gespräche führt, wenn man in einer gemütlichen Runde zusammen sitzt, einen guten Film sieht, und ein kleines Bier genießt. Jedenfalls merkte ich irgendwann an, dass ich den Zugang zur Schönheit des Lebens verloren habe. Ich weiß, sie ist da draußen, aber ich kann sie einfach nicht mehr finden.
Aber ich befolgte ihren Rat. Ich dachte mir schon, was kommen wird, aber als ich dann unten stand, war alles anders. Ich kann nicht sagen, es überwältigte mich, aber der Anblick war einfach nur schön. Sanft rieselten die Flocken aus der Dunkelheit der Nacht in das Licht der Straßenlaterne. Kein Wind war zu spüren und die friedliche Stille wurde nur ab und an durch einzelne, verloren wirkende, schon mit Schnee bedeckte Autos durchbrochen. Auch auf dem Boden setzte sich bereits eine dünne Schicht der weisen Pracht ab, die ihr Eins-Sein von wenige menschlichen Spuren vervollständigte ...
... und ich ertappte mich, wie ein leichtes Lächeln mein müdes Gesicht zierte, als ich mich umdrehte, und wieder nach oben ging.
Stellt euch vor, der Wecker klingelt, und ihr könnt ihn nicht finden. Dies, naja, fast, geschah heute bei mir. Wer es noch nicht weiß, ich bin umgezogen. Nun wohne ich endlich in der Stadt, bin also von Bussen und Bahnen unabhängig. Das ist auf der einen Seite toll, bringt aber auf der anderen Seite viel Zeit und vor allem Stress mit sich.
Da wäre das Einpacken. Kartons und Säcke voller Müll und Mist, was man vor kurzer Zeit noch Bücher, CDs, Klamotten und sonst wie nannte, stapeln sich, und warten darauf, abgeholt zu werden. Dann kommt das Malern. Die Wände sollen weiß wie Schnee werden, hat der Hausmeister gesagt. Nun gut, gesagt getan. Nach etwas mehr als drei Stunden waren dann alle Wände und die Decke wieder weiß. Naja, bis auf die Stellen die ich übersehen habe. Aber gut, dass mir eine gute Freundin (ihren Namen darf ich nicht verraten) noch den Tipp mit den Auslegfolien gegeben hat, sonst wäre mein Fußboden jetzt auch weiß. Ach ja, im Blaumann sehe ich richtig gut aus.
Nachdem dann auch (fast) jede Stelle im neuen alten Look erstrahlte, kam das Putzen. Bad, WC und Küche mussten wie neu aussehen. Zwar war da nicht viel zu machen, aber man will ja wirklich gründlich sein. Immerhin zieht man nicht alle Tage aus (und man will seine Kaution wiederhaben). Auf alle Fälle hat das Putzen viel Zeit gekostet. Und am Ende findet man immer wieder was neues, was sauber gemacht werden muss.
Ich hab fast vergessen zu erwähnen, dass, selbst wenn man nicht viel Zeug hat, es trotzdem Zeit und Nerven kostet, alles hin und her zu fahren. Transporter mieten, den man nicht zum vereinbarten Zeitpunkt bekommt, was auf der anderen Seite wiederum gut war, weil ich dadurch den Hausmeister noch erwischen konnte, um ihm den Schlüssel zum Parkplatz aus den Rippen leiern zu können (und damit nicht alles bis vor zur Straße tragen zu müssen). Einladen mit meinem Russen zog sich dann auch etwas hin, da ja alles gut gestapelt und gesichert werden muss.
Übrigends, Sprinter fahren ist lustig. Jedenfalls kam dann das Ausladen dran. Hier einen lieben Dank an meine neuen Mitbewohner, die sich gleich bereit erklärt haben, beim Hoch-tragen (immerhin in den zweiten Stock) zu helfen. Deswegen ging das Ausladen und ins Zimmer schleppen recht fix von der Hand. Trotzdem hat es nicht ausgereicht, die zwei geplanten Stunden einzuhalten. Deswegen ging die Rechnung des Transporters auch über drei Stunden.
In dem neuen Zimmer fehlte dann ein Schrank und ein Bett. Wenigstens den Schreibtisch, Computer und Monitor aufgebaut, so dass ich wenigstens wieder online meine Zeit verschwenden konnte. Das Zimmer sah dementsprechend nach einem Messi aus, der aus Sack und Tüte lebt.
Aber bald schon tauchte wie von Geisterhand (gut, es gab Leute die da mit (nach-)geholfen haben) ein Schrank und ein tolles Bett in meinem Zimmer auf. Klar könnt ich es auch alleine aufbaun, aber hier hatte ich väterliche Hilfe. Wenn der Vater mit dem Sohne ... . Aber egal, jedenfalls steht nun alles, und nun war es an der Zeit, alle Sachen einzuräumen.
Und genau hier kommen wir zum besagten Wecker zurück. Irgendwo in meinen Sachen lag ein Wecker, der, warum auch immer, anfing, zu bimmeln. Eigentlich war das gar nicht meine Zeit zum Aufstehen, aber mit der Zeit wurde der Ton dann doch nervig. Sicherlich mag sich jetzt der Leser denken, dass man ja nur dem Geräusch folgen muss. Wenn aber Säcke und Kartons darüber, darunter und daneben liegen, ist es trotzdem schwierig, besagtes Weckinstrument zu finden. Ich habe ihn dann auch gesichtet und konnte das nervige Geräusch verstummen lassen.
Und nun sitze ich vor meinem Lappi, schaue auf mein Bett, wo noch der Bezug fehlt, und freue mich auf meine Couch, um endlich den stressigen Tag hinter mir zu lassen. Wenigstens hat Schäuble mir einen Grund gegeben, doch an das Gute im Menschen zu glauben ...
Der Winter ist herrlich, so weiß, so kalt, so schön. Kinder jauchzen, wenn sie den Berg hinunter rodeln, oder erfreuen sich an ihren Schneemann, der mit vielen Variationen für Auge, Mund und Nase aufwarten kann. Und nicht zu vergessen, die Schneeballschlacht. So selten dämlich es ist, bei solch einer Kälte mit nassen Klamotten herum zu laufen, so schön ist es, den anderen einzuseifen. Am besten mitten in der Nacht auf dem Heimweg, oder ganz spontan kurz vorm Mittag in der Mensa. Winter ist einfach toll. Sicherlich hat er auch schlechte Seiten, oder anscheinend schlechte Seiten. Aber ich liebe den Winter.
Aber der Frühling ist auch toll. Die ersten wärmenden Strahlen, die man auf der Haut genießen kann. Die neue Freiheit, ohne sich mit dicken und schwere Wintersachen einzuengen, die Vögel, die wieder munter und fröhlich ihre Lieder anstimmen. Der Duft der Liebe, des Neuen, eines Neuanfang. Auch den Frühling will ich nicht missen. Selbst der Schnee zu Ostern, der nocheinmal die Maiglöckchen bedeckt (wobei man sie inzwischen 'Aprilglöckchen' nennen kann), gibt dem Frühling seinen gewissen Flair.
Und dann der Sommer... . Befreit von allen Hemmungen baden wir (fast) vollkommen nackt in der Sonne oder im Meer. Die Bienen summen geschäftigt und gehen fleißig auf den Wiesen und Feldern ihrer Arbeit nach. Das Eis schmeckt umso leckerer, je heißer es ist und die Ferien laden zu ausschweifenden Reisen in alle Herren Länder ein. Sommerzeit ist Urlaubszeit, fernab vom täglichen Stress, fernab von täglichen Problemen.
Nicht zu vergessen der Herbst, eine malerische Jahreszeit. Denn "Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder ...". Die letzten warmen Sonnenstrahlen genießen, beim Spaziergang oder Braten. Wenn die Kinder Kastanien sammeln, wo die letzten der Früchte in den obersten Wipfel nie erreicht werden. Ich erinnere mich noch genau, wie ich früher auf dem Schulgelände gekeilt habe. Und wir hatten Spaß daran.
Ich freue mich auf jede Jahreszeit. Ein immerwährendes Kommen und Gehen. Wobei sich alles verändern wird.
Es ist kalt geworden. Bitter kalt. Unerwartet kalt. Die ganze Hysterie (ich übertreibs mal ein wenig) um die globale Erwärmung der Erde rückt bei solchen Temperaturen irgendwie in den Hintergrund. Denn solche Temperaturen widersprechen diesen Prophezeiungen. Aber das mal nur so ganz am Rande. Ich finde es einfach toll, wie sich Jena in eine wunderschöne Winterlandschaft verwandelt hat. Denn ich liebe den Winter, mit seiner weißer Pracht und der Kälte.
Allerdings fehlen mir Handschuhe. Nach den letzten Jahren, wo es kaum Schnee (wenn dann mal geballt) gab, war ich der Meinung, keine Handschuhe mehr zu brauchen. Nun, wie es aussieht, habe ich mich wohl etwas geirrt. Aber nur weil nun zwei Tage hintereinander die Temperaturen unter minus zehn Grad lagen, heißt es noch lange net, dass ich mir wirklich welche kaufen muss. Denn wenn ich mir jetzt welche zulege, steigen die Temperaturen morgen wieder an.
Deswegen werde ich noch ein paar Tage warten und schauen, ob es bald wieder wärmer wird oder nicht. Denn sollten die Temperaturen bald ansteigen (und das werden sie leider), dann brauche ich keine Handschuhe mehr.
Deswegen genießt alle noch den Schnee und die Kälte, bevor wir bald wieder frühlingshafte Temperaturen erfahren dürfen.
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